Die neue Burg

 

Ein Burgbauprojekt das so manchem einen Traum erfüllen kann

English version

Das französische Burgbauprojekt Guedelon
Als Beispiel wie so etwas aussehen kann das französische Bauprojekt Guedelon
Wie man aus der Überschrift unschwer herauslesen kann, handelt es sich hierbei um ein recht ehrgeiziges Projekt. Man könnte es auch als versponnen bezeichnen. Diese Homepage soll in jedem Fall der Anfang sein. Hier soll die Resonanz getestet werden, Kontakte geknüpft, das Projekt diskutiert und die Fortschritte dokumentiert werden. Zu diesem Zweck gibt es auch das Forum das übrigens für alle offen ist.

Aber bevor ihr jetzt denkt: „Der hat sie doch nicht alle“ und gar nicht mehr weiter lest und die Seite gleich wieder verlasst, kurz was anderes. Diese Seite samt ihrem Forum ist nicht nur dem Burgprojekt gewidmet, sondern soll auch eine Plattform für wissenswertes über Mittelalter, das Hochmittelalter im speziellen und Burgen im Allgemeinen sein. Bestenfalls ist die Seite ein Treffpunkt für Mittelalterfreunde jedweder Art. Also seht euch um und nehmt mit was ihr brauchen könnt, beteiligt euch selbst  am Entstehen der Seite und an den Diskussionen im Forum. Was gerade neu auf der Seite ist oder vor kurzem beziehungsweise nach und nach geschah erfahrt ihr unter Aktuelles.

Jetzt aber zum Projekt an sich. Ja, ihr habt richtig gelesen. Ich wollte schon immer auf einer Burg wohnen, und da mir das nötige Kleingeld fehlt, hab ich beschlossen mir einfach selber eine zu bauen.
Quatsch. Natürlich nicht um darauf zu wohnen und auch nur in gewisser Weise für mich, aber zu den Gründen lest ihr weiter unten mehr. Inspiriert wurde ich dabei von zwei Projekten, der Bachritterburg bei Kanzach und einem französischen Projekt namens Guédelon. Inzwischen gibt es auch weitere mehr oder weniger seriöse Projekte wie zum Beispiel das der Stadt Friesach in Kärnten.
Das französische Projekt ist inzwischen eine Firma mit über vierzig fest Angestellten und 250000 (!!) Besuchern pro Jahr. Der Gedanke scheint also gar nicht mehr so daneben.

Was mir in meinen kühnen Gedanken so vorschwebt ist eine kleine Höhenburg des hochmittelalterlichen Hochadels. Im Hochmittelalter waren auch die Burgen des Hochmittelalters überschaubar. Der Hochadel überwog auch noch deutlich im Vergleich zum erst aufkommenden Niederadel war als gängig und mussten sich noch nicht mit riesigen Bauten von der Masse abheben. Die Bauwerke wiederum mussten noch keinem schweren Belagerungsgerät standhalten, was ihre Bauweise noch recht leicht erscheinen ließ. Teilweise waren Burgen in dieser Zeit sogar noch komplett aus Holz.
Das Ganze soll also wie gesagt im Hochmittelalter angesiedelt sein, also in der Zeit um 1150, denn da war es gerade in unserer Region, also im Bereich der schwäbischen Alb, „Mode“, dass der Hochadel sich gemauerte Felsennester baute um seinen Status zu symbolisieren und seine Ländereien zu schützen. Mehr zu diesem Thema findet ihr auf der Homepage. Für die die sich immer noch nicht wirklich vorstellen können, gibt es zwei Hilfen, für mich eines der Highlights der Seite. Zum einen die Skizze der Hochmittelalterlichen Durchschnittsburg und zum anderen das Exemplarische Beispiel, mit Grundriss, Skizzen und Beschreibung passend zu einem existierenden Felsen.

Warum also brauchen wir den Neubau einer Burg aus der Mitte des 12. Jahrhunderts. Es ist in meinen Augen am reizvollsten, da es aus dieser Zeit nichts mehr Originales gibt, und selbst die modernen Projekte sich in deutlich späteren Zeiten ansiedeln. Burgen die heute noch zu sehen sind wurden x-mal erweitert, umgebaut, geschliffen und wiederaufgebaut. Ja selbst die Ruinen die sich nur noch Knöchelhoch im Gelände abzeichnen sind fast immer nach 1150 noch stark erweitert worden. Also ist es dann eben auch eine Herausforderung so etwas zu rekonstruieren. Ein praktisches Argument habe ich auch noch. Es waren zu dieser Zeit wie oben schon angerissen kleinere Anlagen, was natürlich einem Abschluss des Projektes zu meinen Lebzeiten sehr entgegenkommt. Denn darum geht es: Einmal eine hochmittelalterliche Burg im rohen Zustand zu sehen.
Dieses Projekt soll experimentelle Archäologie mit Mittelalterdarstellern zu einem musealen Erlebnis verbinden. Alles was gemacht werden soll, soll mit Mitteln der entsprechenden Zeit gemacht werden und aus der Umgebung der Burgstelle gewonnen werden. Und zudem solle die Burgstelle bereits zu Bauzeit „Marktrecht“ verliehen werden. Das heißt ein Treffpunkt für Händler und Darsteller. Auch Veranstaltungen wie Konzerte und Workshops und vieles mehr wären denkbar.
Außer den Freunden des Genres soll dieses Projekt aber auch Langzeitarbeitslosen, Handwerkern die aussteigen wollen um mal was anderes zu machen, Händlern der Region, der Gastronomie, ja, dem Tourismus der ganzen Region eine Chance bieten.

Zudem  sehe ich mit so einem Projekt die einmalige Chance die stetig wachsende Gemeinde der Mittelalterdarsteller und Mittelalterfreunde für das Thema Burg zu sensibilisieren und so auch den Erhalt vorhandener Substanzen (Burgen, Ruinen, Burgstellen) indirekt zu unterstützen was mir sehr am Herzen liegt.

Eine Söldnergruppe im frühen 13. Jahrhundert.Aus diesem Grund, weil es so um ein vielfaches einfacher ist den Einstieg in die Szene zu finden, haben wir im Jahr 2010 die Fraternitas Libertatis gegründet. Eine Darstellergruppe der neuen Burg die versuchen ein möglichst realistisches Bild einer hochmittelalterlichen Söldnergruppe zu vermitteln die auch als Burgmannschaft denkbar wären. Die Bruderschaft der Freiheit soll nicht nur dem Einstieg ins Thema dienen sondern auch mit diversen Aktionen auf das Projekt aufmerksam machen und beweisen, dass nicht nur Bits und Bytes und Luftschlösser hinter dieser Idee stecken.


Außerdem wollen wir ein Konzept erarbeiten mit dem wir uns dann bei Gemeinden vorstellen wollen. Weil was es neben dem Wissen wie das grundsätzlich auszusehen hat natürlich auch braucht ist ein Platz zum Bauen.
Nun noch kurz zum Aufbau bzw. der Organisation der Seite. Die Homepage soll die Zentrale des theoretischen Teils des Projektes sein. Das heißt im Klartext, was hier festgehalten wird dient einerseits als Diskussionsgrundlage für das Forum nur um dann wiederum als Ergebnisse und Schlüsse der Debatten auf der Homepage verewigt zu werden. Also einerseits haben wir Praxis (Bauprojekt/diverse Aktionen) und andererseits die Diskussion (Forum) und als Zentrale eben diese Seite hier.
Bei Fragen, Wünschen, Anregungen jeder Art schreibt einfach dem Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
Ihr dürft gerne einen Link von mir auf eure Seiten stellen. Wenn ihr mich kurz informiert werde ich es euch gleich tun. Banner findet ihr hier.
Ihr seid alle herzlich willkommen euch im Forum anzumelden und sei es nur um euch in einem der zahlreichen Offtopic-Themen zu beteiligen. Jede Antwort bringt uns weiter, regt zu weiteren Diskussionen an und steigert letztlich die Chance uns im Netz zu finden, wie ich finde eine gute Sache.
Also: Herzlich willkommen in den Hallen der Neuen Burg.
Wenn ihr nachlesen wollt was sich zuletzt bewegt empfehle ich die Rubrik „Aktuelles.“
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